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Motorola G7 Power

29.06.2020 MH

Wir haben für euch das Motorola G7 Power näher unter die Lupe genommen und getestet. Die Power Modelle der verschiedenen Moto Reihen sind bei vielen als besonders ausdauernde Geräte bekannt. Und so wundert es nicht, dass der 5.000er Akku auch das Hauptargument für das G7 Power ist. Aber wie schlägt sich der Dauerläufer in allen anderen Kategorien? In unserem heutigen Test erfahrt ihr mehr.

Auch das Motorola G7 Power wurde uns, wie üblich, nicht gesponsert oder zur Verfügung gestellt. Somit sind unsere hier dargestellten Erfahrungen frei von irgendwelchen Interessen von Unternehmen und frei von Beeinflussungen. Da Motorola in letzter Zeit auch wieder im High-End-Bereich von sich reden macht, wollen wir uns nun wieder verstärkt mit diesem Traditionshersteller auseinandersetzen. Motorola galt und gilt als Pionier für die mobile Kommunikation und gehört heute nach einem kurzen Stop bei Google zur Lonovo Group. Nicht zuletzt gilt das neue Motorola Edge als Herausforderer in der mobilen Oberklasse, nach langer Abstinenz in diesem Segment.

Das heute getestete Motorola G7 Power zählt jedoch eher zum volumenstarken Einstiegssegment und stellt durch seine Ausdauer einen Sonderweg im Low-Budget-Bereich dar. Inzwischen befindet sich mit dem G8 Power bereits ein Nachfolger auf dem Markt und ließ die hier vorgestellte 7. Generation auf einen Marktpreis von teils deutlich unter 150 € sinken. Schauen wir uns zunächst die Spezifikationen an.

SPEZIFIKATIONEN / SPECS

• Plastik-Gehäuse mit glatter Rückseite
• Gorilla Glas 3
• 5.000er fest verbauter Akku (18 W fast charging)
• 6,2″ FHD+ Display
• Snapdragon 632 Octa-Core-CPU mit bis zu 1.8 GHz
• Adreno 506 Grafikeinheit
• SAR Werte EU: 0,49 W/kg (Kopf) und 0,86 W/kg (Körper)
• 12 MP Hauptkamera + 8 MP Selfie-Kamera
• Android 9 (Update auf Android 10 angekündigt)
• LTE, Bluetooth 4.2, WLAN a/b/g/n
• Speichervarianten (RAM / ROM): 3 / 32, 3 / 64, 4 / 64 GB
• Face-Unlock & Fingerprint-Scanner (Rückseite)

PRO

• günstig und qualitativ auf Hohe der Zeit
• großes, relativ gut aufgelöstes Display
• Köpfhörer Klinkenbuchse
• Dual-SIM Variante verfügbat
• ausdauernder 5.000er Akku
• Fingerprint & Face-Unlock
• guter Empfang
• wenig angepasstes Android

CONTRA

• Softwareupdates sehr zögerlich
• kein NFC, kein WLAN ac
• keine IP Schutzzertifizierung

Verarbeitung, Konnektivität und Ergonomie

Die Verarbeitung ist auf der Höhe der Zeit, ohne erkennbaren Makel. Dass eine Schutzhülle dabei ist, muss außerdem lobend erwähnt werden. Leider überzeugte uns die Software nicht in allen Belangen.

Sehr gut gefallen hat uns der Fingerabdruckscanner auf der Rückseite. Es gibt aus unserer Sicht nichts besseres für ein Einhandbedienung. Dies ist ein absoluter Vorteil gegenüber den mittlerweile üblichen im Display verbauten Fingerabdruckscanner. Beim Entsperren des Gerätes gab es so fast nie Probleme. Alle sonstigen Tasten waren ebenfalls gut zu erreichen.

In Punkto Konnektivität hat sich das Moto G7 Power bei uns kaum Schwächen erlaubt. Jedoch fehlt das NFC.

 

Kamera und Display

Das Display hat eine gute Qualität und man erkennt mit bloßem Auge keine Pixel. Alles wird scharf, schnell und sauber dargestellt. Das Display selbst erlaubte sich keine Schwächen. Wir waren stets mit der Anzeigequalität zufrieden, auch wenn es natürlich nicht mit einem Oberklassegerät mithalten kann.

Die Kamera macht für ein Gerät dieser Preisklasse eher durchschnittliche Bilder, solange die Lichtverhältnisse entsprechend gut sind. Man kann damit natürlich ansprechende Schnappschüsse machen, aber gehobene Ansprüche werden damit nicht erfüllt. Weder ein sauberer tiefen und Unschärfeeffekt, noch eine hohe Schnelligkeit sind hier geboten.

Software und Performance

Das ausgelieferte Android macht keine Probleme und ist Motorolatypisch nicht sehr stark angepasst. Besonders gut gefällt uns das Kreissymbol / Widget auf dem Homescreen, in dem die aktuelle Temperatur und die Urzeit angezeigt wird. Besonderes Gimmik ist der Kreis drumherum, der je nach Akkuladung den aktuellen Stand anzeigt. Leider haben wir bis heute aber „nur“ mit Android 9 arbeiten können, da das bereits angekündigte Update auf Android 10 bis zum Ende des Tests nicht zur Verfügung stand. Immerhin soll dieses kommen, kann bei Motorola aber auch gern mal länger dauern. Vermutlich wird dann aber auch Schluss sein. Ein Update auf Android 11 ist nicht mehr zu erwarten und selbst beim Nachfolger noch fraglich.

Durch den knackigen Mittelklasseprozessor von Qualcomm und den 4 GB Arbeitsspeicher war das System immer schnell und zufriedenstellend zu bedienen. Hier gab es keinerlei Probleme. Von Spielen auf dem Handy raten wir auf Grund der mageren Grafikeinheit aber ab. Diese reicht zwar für die gängigen einfachen Spiele, aber Gamer werden damit wohl nicht glücklich.

Akku, Mobilität und Outdoorfähigkeit

In Sachen Akku macht macht dem G7 Power mit 5.000 mAh so schnell keiner etwas vor. Zwar sind 4.000 mAh heute schon nahezu Standard, aber es gibt auch noch einige Geräte mit weit weniger Kapazität. Und so kann man beim Moto kaum etwas falsch machen. Die 5.000 mAh reichen selbst bei Powerusern, wie wir es sind, über den Tag. Okay, wenn man den ganzen Tag on ist, dann kann es knapp werden. Aber das ist eher selten der Fall.

Die Outdoorfähigkeiten des Produktes wollen wir an dieser Stelle nicht bewerten. Die Rückseite lädt zu Kratzern ein. Das Material neigt naturgemäß zu Fingerabdrücken. Kratzer lassen sich kaum vermeiden. Durch die abstehende Kamera lassen sich grobere Kratzer kaum vermeiden.

 

Fazit

Das Gerät konnte uns in fast allen Bereichen für den aufgerufenen Preis überzeugen. Lediglich die schwachen Softwareupdates, das fehlende NFC und WLAN ac, sowie eine nur mittelmäßige Kamera trüben den Eindruck nur etwas. Dennoch würden wir das Gerät auf Grund des runden Gesamtpaketes in Verbindung mit einem Preis von unter 150 € absolut empfehlen. Ihr bekommt einen namenhaften Hersteller mit Support und Garantie mit einem soliden Gerät.

Dieser Testbericht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit, sondern soll einen persönlichen Eindruck vom hier vorgestellten Gerät geben. Wir bitten um Entschuldigung für die schlechte Bildqualität der Produktbilder.